"Hier könnte das Ende der Welt sein" von John Corey Whaley

Hier könnte das Ende der Welt sein - John Corey Whaley

Cullen stehen wie immer quälend lange Ferien in der Kleinstadt Lily bevor. Es ist ein Ort, an den man ziehen möchte, kurz bevor man stirbt. Teenager kann so viel Ruhe und Frieden deprimieren – zumal wenn sie unglücklich verliebt sind. Zum Beispiel in Ada, auch die "Schwarze Witwe" genannt, weil sie bisher quasi alle ihre Freunde durch mysteriöse Unfälle verloren hat. Da taucht eines Tages ein Fremder auf und behauptet, er habe eine ausgestorbene Spechtart in Lily entdeckt. Kurz darauf verschwindet, inmitten der aufkommenden Specht-Hysterie, Cullens Bruder Gabriel …

 

Cover:
Mir gefällt eigentlich alles an diesem Cover!
Ich find die Banner total super, die Farben harmonieren miteinander und der Specht ist süß und die Sterne passen auch :)
Es ist für mein Empfinden schlicht, aber es springt trotzdem ins Auge.
1+ :)

 

Erster Satz:
Ich war siebzehn, als ich meine erste Leiche sah.

 

Meine Meinung:
Ich hab das Buch zur Leserunde auf Lovelybooks bekommen, ich bin eigentlich ohne Erwartungen daran gegangen, weil ich mir null unter der Geschichte vorstellen konnte. :D

Mit dem Schreibstil hatte ich zu Beginn meine Problemchen, die Wortwahl war super, aber irgendwie war das ganze nicht so flüssig geschrieben - zumindest bis Spannung aufkam.

Die Story ist in zwei Handlungen unterteilt - die eine wird aus Cullens Sicht erzählt, in ihm unangenehmen oder zu emotionalen Momenten wird aus der dritten Person erzählt.

Die zweite Handlung erzählt die Geschichte von Benton Sage und seinem späteren Mitbewohner Cabot Searcy.

Ich hatte furchtbare Schwierigkeiten mit den besagten Stellen in der dritten Person, am Anfang musste ich die hundert Mal lesen, bis ich's kapiert hab :D

Cullen fand ich schon recht cool, er ist pessimistisch, zynisch und ein typischer Teenager. Auch wenn ich es teilweise schwer fand mich in ihn hineinzuversetzen, besonders in seinen emotionslosen (oder eher verdrängenden) Reaktionen auf die Schicksalsschläge.

Mir gefielen auch die anderen Charaktere, sie waren vielschichtig und hatten Emotionalenbalast bei sich. Z.B. Lucas, der mir etwas aufdringlich erschien, man es aber mit seiner Hintergrundstory verstehen konnte.

Die Geschichte um Benton verstand ich zu erst überhaupt nicht - kein Zusammenhang - nichts. Und dieser Teil wurde auch sehr bibellastig, ich fand diese Stellen eher langweilig, die Wandlung der Charaktere dort aber super super spannend!

Zum Ende hin nahm die Spannung arg zu, verlief die Geschichte am Anfang nur so vor sich hin, versuchte man alles zu kombinieren oder man erkannte so langsam was wohin gehört. Der Schluss kam ziemlich abrupt und ließ mich wortlos zurück. Ich versteh's nicht und wünschte der Autor hätte 1-2 Sätzchen mehr geschrieben. :/ :D